25. September 2018
Es soll um Portraits gehen. Ich betrachte meine Fotos nicht ausgedruckt an der Wand, sondern die längste Zeit während der Bearbeitung. Darunter leide ich so sehr wie ich dem Drang, immer wieder aufs Neue zu fotografieren und zu fotografieren, nicht widerstehen kann. Es ist ein Kreuz und eine tiefe Freude.
25. September 2018
Ich sehe. Also bin ich. Fotografie lügt. Immer. Es gibt keine Wahrheit vor, in oder hinter den Bildern. Hingegen gibt es Aufmerksamkeit, Perspektivwechsel und Konstruktion.
25. September 2018
Fotografie ist nicht das Bild, sondern es ist die Unabhängigkeit, die Freiheit, in der das Bild entstanden ist. (Keine Definition, keine Gleichung. Eher eine wankelmütige, eine besoffene Absicht, irgendwie nach Hause zu kommen oder doch gleich auf der Straße zu pennen, während, während… Gott! Pass doch auf!)
25. September 2018
Fotografie hält nicht fest. Sie lässt los. Sie widersteht nicht der Vergänglichkeit. Sie erzeugt sie.
25. September 2018
Man kann nur abbilden, wovon es ein Bild gibt.
25. September 2018
Fotografie ist Oberfläche. Wirkung. Anordnung. Sie ist Zufall. (Egal, wie geplant sie ist. Man kann es nie wissen.) Der Moment, der so viele andere Momente ausschließt.